Cyanobakterien

 

DER BEGINN DES LEBENS.


Bisher ist wahrscheinlich jeder Aquarianer damit irgendwie in Berührung gekommen oder ist dadurch großes Leid widerfahren.

Die Cynaobakterie, veraltet auch „Blaualge“ genannt (wobei die Cyanobakterie keinen Zellkern besitzt und die Betitelung Alge demnach falsch ist)  ist eine der ältesten Lebensformen der Welt. Und nicht nur das! Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, durch Sauerstoffproduktion einst Leben zu ermöglichen. Cyanobakterien erkennt man häufig an ihrer "pelzigen" Erscheinung - wenn man mit der Hand über einzelne Herde fächelt, lösen sie sich ganz einfach ab.

Sie hat sich, mit über mehreren hunderten ihrer Art, immer wieder unterschiedlichsten Umständen angepasst oder ist mutiert um sich einen Weg der Vermehrung und des Überlebens zu sichern. Ein wahrhaftiges Phänomen! Doch genau diese Eigenschaft der Mutation und der Artvielfalt macht es in der Aquaristik extrem schwer „das“ Mittel gegen Cyanobakterien zu finden.

Cyanobakterien kommen auch im Süßwasser vor, wobei sie je nach Farbstoff und Lichteinfall unterschiedliche Farben von blau bis rot, pink, grün, braun oder gar schwarz aufweisen können. In der Meerwasseraquaristik bildet die Cyanobakterie meist rote Beläge, beginnt dabei am Sandboden und wandert anschließend häufig weiter über das Riff.
 

Gefährlich wird eine übermäßige flächige Abdeckung von Cyanobakterien aus nachfolgenden Gründen:


  • Die Bakterie kann toxische Substanzen ausscheiden die für andere Meerwasserbewohner giftig ist
  • Wenn eine Masse an Cyanobakterien abstirbt, wird dadurch sehr viel lebenswichtiger Sauerstoff verbraucht was wiederum Aquariumbewohner gefährdet
  • Der Überzug von Cyanobakterien auf das Riff und somit über die Korallen kann zum Absterben der Korallen führen

 

Aus unserer Sicht entstehen Cyanobakterien aus einem Ungleichgewicht der biologischen Struktur. Unzählige Mikroorgansimen sind dafür verantwortlich, dass Leben in einem Aquarium entstehen kann. Dafür gibt es tolle, aber auch nicht so tolle Viren, Bakterien und andere Organismen. Diese in Einklang zu bringen, ist Grundvoraussetzung bei der Bekämpfung von Cyanobakterien. Die Cyanobakterie ist immer im Aquarium vorhanden, meist taucht sie auch wiederholt auf. An gerade abgestorbenen Korallenästchen, bei einem Sandwechsel, auf neuem, unbesiedelten Gestein. Nach ein paar Tagen sind diese aber in der Regel wieder weg, da andere Organismen die Bakterie vernichtet haben.

Wichtig für Sie ist: Bewahren sie erstmal Ruhe. Einfach Mittelchen reinschütten, die versprechen, die Cyanobakterie in den Griff zu kriegen, geht aus unterschiedlichsten Gründen oft nach hinten los. Auch plötzliche, rapide Wasserwechsel, Phosphatsenker oder Ähnliches können eine Möglichkeit zur Bekämpfung darstellen, bringen jedoch meist nur Durcheinander, Hektik oder gar eine Verschlechterung Ihres trauten Heims.

 

Cyanobakterie auf der Koralle:
Ganz typisch für die Cyanobakterie ist der Befall absterbender Korallen. Dabei breitet sich die Bakterie meist rasch weiter aus und raubt dem noch vorhanden, lebenden Polypen unter anderem Licht. Es führt zum Tod des Tieres.

 

Cyanobakterie auf dem Sandboden:
Teilweise ein Zeichen für zu wenig Bodenbewegung durch wirbellose Tiere und zu wenig "guter" Organismen. 

 

Unser Tipp für den Anfang:

  • Sorgen Sie von Anfang an & gerade in der Einlaufphase für ausreichend Fressfeinde bzw. „Umwälzer“ (Sanddollar, Schnecken, Sandseesterne). Unsere Putzercrew o. diese Fische helfen Ihnen dabei
  • Eine ausreichende Sandbewegung durch Putzer sollte zu jeder Zeit und auch in Zukunft gegeben sein
  • Der Einsatz von lebenden Steinen begünstigen die rasche Besiedelung guter Organismen die Cyanobakterien bekämpfen
  • Die Zugabe von Bakterienkulturen wie Nite Out oder Special Blend sowie Phytoplankton ermöglicht ebenfalls einen guten Aufbau von Organismen zur Bekämpfung von Cyanobakterien
  • Verwenden Sie natürliches Meerwasser (oft begünstigt synthetisch angereichertes Wasser die Bedingungen für Cyanobakterien)
  • Verkürzen Sie die Lichtphase bzw. dämmen Sie das Licht
  • Saugen Sie größere Belege vorsichtig mit einem kleinen Schlauch ab
  • Haben Sie Geduld! Wenn ein Gleichgewicht entstanden ist, wird sich die Plage automatisch von allein regulieren


Unser Tipp für bereits laufende Aquarien:

  • Überprüfen Sie die Sandbewegung in Ihrem Aquarium. Sorgen Sie für ausreichend Fressfeinde & „Umwälzer“ wie Schnecken, Sanddollar, Sandseesterne. Unsere Putzercrew o. diese Fische helfen Ihnen 
  • Die Zugabe von Bakterienkulturen wie Nite Out oder Special Blend sowie Phytoplankton ermöglichen ebenfalls einen guten Aufbau von Organismen zur Bekämpfung von Cyanobakterien
  • Führen Sie so schnell wie möglich einen Wassertest (Labortest von Triton) durch.So können wir Ihnen helfen Defizite auszugleichen
  • Saugen Sie größere Belege vorsichtig mit einem kleinen Schlauch ab
  • Entfernen Sie Herde aus Ihrem Aquarium (z.B. wenn immer wieder der gleiche Stein mit Cyanos übersät ist)

Sollte die Plage weiterhin zunehmen, kontaktieren Sie uns gerne! Es gibt auch noch andere Lösungsansätze, die wir mit Ihnen gerne persönlich besprechen.